SOLONG – NEWS 13. Folge

Karibik X

13 Februar 2000 - 13. März 2000 - Von Crown Bay Marina (St. Thomas) nach Culebra , Vieques (Esperanza), Puerto Rico (Palmas del Mar, Salinas, Ponce, Boqueron), Dominikanische Republik (Punta Cana, La Romana, Samana)

Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte

Seit Daniels R|ckkehr - es geht ihm |brigens bestens - sind wir erst wieder einen Monat unterwegs, aber das kommt mir vor wie drei , soviel war bei uns los.

Nochmals mvchte ich erkldren, dass ich keine Reiseberichte schreibe, sondern wie wir unsere Reise erleben und wie wir auf dem Schiff leben. Es ist nicht immer ganz einfach so ein Leben zu f|hren. Besonders, nachdem bei uns seit Venezuela so viel schief lief. Da befand ich mich manchmal am Anschlag und fragte mich, muss das sein? Aber seit der "Ferienwoche" mit unserer Tochter geht es wieder besser.

Bis zur kleinen Insel Culebra legten wir 20 gl|ckliche Seemeilen zur|ck. In der grossen Bucht hat es uns prima gefallen. Wir befanden uns nur zu zweit in einem Seitenarm . Ein Culebraner, der auf seinem Schiff wohnt und wir. Ein rundlicher Mann mit Glatze stieg jeden Tag so gegen Abend in sein Dinghy und verschwand rudernd um die Ecke. Friedlich singend kam er jeweils in der Nacht zur|ck und sang solange echt schvn, bis er unter Deck verschwunden war. Die Ortschaft selber war nicht sehenswert. Hier begann die komplizierte Einklariererei. Die Insel gehvrt den Amerikanern, Vieques und Puerto Rico auch. Acht Formulare musste Daniel ausf|llen, so richtig amerikanisch. Solange man sich auf amerikanischem Territorium befindet, muss man sich in jeder Ankerbucht, in jeder Marina telefonisch bei der Zollbehvrde melden und zwar ohne Verzvgerung. Die fragen immer zu welcher Zeit man angekommen sei, einmal mich, dann wieder Daniel. Manchmal f|hlt man sich wie in einem Kreuzverhvr. In Ponce jedenfalls war es so.

Weiter gings nach Vieques. Auch eine kleine Insel, die zu > von den Amerikanern f|r militdrische Zwecke gesperrt ist. Deshalb wurde auch k|rzlich in San Juan auf Puerto Rico demonstrieret, weil Inselbewohner von Geschossen wdhrend den Miltdr|bungen getroffen wurden. Wir sind im S|den der Insel durchgefahren und haben im militdrischen Sperrgebiet vor einem Felsen geankert. Es waren gerade keine Schiess|bungen im Gange. Ganz alleine ankerten wir dort, aber der Helikopter kreiste x-mal |ber unseren Kvpfen. Wir haben unser Schiff 8 Meilen verholt in die ruhige Ankerbucht von Esperanza. Die Segelschiffe kann man hier an einer Hand abzdhlen.

Auf der Weiterfahrt nach Vieques stellten wir fest, dass der Alternator die Batterien unter Motor wieder nicht auflddt. Also erfuhren wir von einem SSB-Funkhvrer, dass es auf Puerto Rico in Palmas del Mar, an der Ostk|ste, eine zuverldssige Werft gdbe. So weit so gut, es war Wochenende und wir hatten keine Zeit zu warten, weil wir den Termin mit Nicole auf der Dominikanischen Republik einhalten wollten. Also segelten wir weiter, zuerst in die sehr schvne Bucht von Salinas , an der S|dk|ste von Puerto Rico, und dann nach Ponce, wo der Mechaniker von Palmas del Mar hinkam, um den in den USA bestellten, neuen Alternator zu montieren. Der defekte Alternator werden wir in Amerika reparieren lassen, somit haben wir spdter f|r alle Fdlle einen Ersatz - einen mehr! Die Werft in Palmas del Mar kvnnen wir wdrmstens empfehlen. Die Leute sind freundlich, zuverldssig und ehrlich.In Ponce passierte die ndchste Panne. Als Daniel das Kaffeewasser aufsetzte, brannte der Gasofen im Backrohr. Dieser Ofen funtionierte eh seit Monaten nicht wie er sollte. Aber am Vorabend konnte ich das Gas bei einer Feuerstelle nicht mehr abschalten, dies war nur noch mit dem Hauptschalter mvglich. Also hatten wir da schon eine Diskussion miteinander. Daniel wollte diesen Ofen nochmals reparieren lassen und ich wollte nichts mehr damit zu tun haben. Es war mir viel zu gefdhrlich. Jegliche weitere Diskussion er|brigte sich dann anderntags. Wir waren bereit, einen neuen Gasofen in Miami zu bestellen, der wdre zusammen mit dem Alternator angekommen, aber es musste ein europdisches Modell sein f|r unser schwedisches Schiff, welches es dort nicht gibt. Der Fabrikant sandte uns dann ein Gerdt aus Kanada per DHL auf die Dom. Rep.

Von Ponce segelten wir nach Boqueron , am S|d-West-Zipfel von Puerto Rico, auf dem Absprung durch die Mona Passage nach Punta Cana (Dominikansiche Republik), wo unsere Tochter auf uns wartete. Die kleine Marina dort war uns unbekannt, aber sie wird uns unvergesslich bleiben. Viele Male hatten wir telefonischen Kontakt mit dem sogenannten Hafenmeister, Manolo heisst er. Ja, wir hdtten gen|gend Wassertiefe. Bei Niedrigwasser 2.40 Meter und bei Hochwasser 3.00 Meter. Der Tiefgang unseres Kiels betrdgt 2.28 Meter. Wir m|ssten nur bei Hochwasser um 14.00 Uhr einlaufen, dann sei es kein Problem. Es hdtte nur eine kritische Stelle. Der Kanal sei mit Bojen gekenntzeichnet. Um 03.30 sind wir in Boqueron losgesegelt und um 13.30 Uhr befanden wir uns plangemdss vor dem idiotischen Kanal. Bei der ersten Grundber|hrung dachten wir noch, es wdre die kritische Stelle, bei der zweiten dachten wir zu langsam, weil es so schnell ging, bei der dritten wollten wir umkehren, konnten aber den Satz fast nicht mehr zu Ende denken, schon ging nichts mehr. Weder vorwdrts noch r|ckwdrts. Und das in der ber|chtigten Mona-Passage, allerdings nur eine halbe Meile vom Ufer entfernt. Die Strvmung war stark, der Wind wehte mit 5 Beaufort, wir waren m|de und hatten genug von den ewigen Troubles. Nicht weit von uns entfernt ein Riff. Daraufhin erschien unsere erschrockene Tochter auf einem Fischerboot. F|r ein anstdndiges Wiedersehen waren wir vorldufig alle viel zu aufgeregt. Aber unser Bordhund erkannte sie nat|rlich und wollte nicht mehr aufhvren zu jaulen vor Freude. Plvtzlich erschien ein Fischerboot nach dem anderen, nur hatten sie alle einen zu schwachen Motor. Wir konnten unser Boot auf die Seite kippen, damit sich der Kiel anhob, aber kein Boot war stark genug, um uns zu ziehen. Manolo, der Hafenmeister, war nicht aufzutreiben. Wir |bten immer und immer wieder bis 17.00 Uhr, dann erschien endlich das Fischerboot mit den zwei Motoren und gleich auch Manolo der Grosse, Manolo der Beste, Manolo der Retter. In grossen Tvnen erteilte er Befehle. F|nf Dominikaner mussten sich auf den Grossbaum setzten, damit das Schiff leichter zur Seite gekippt werden konnte. Am Zugschiff wurde eine Schleppleine montiert und los ging die Aktion. Zuerst kippte man das Schiff auf die falsche Seite, Manolos Befehl, dann neue Befehle auf die andere Seite. Es befanden sich etwa zwanzig Dominikaner rund um unser Schiff. Alle schwatzten. Nun gings um die Koordination. Das Schiff musste gleichzeitig gekippt und gezogen werden. Weil das aber so ein Geschnatter war und keiner verstand was der andere sagte, wurde entweder nur gezogen oder nur gekippt. Aber Manolo, der Retter, brachte es dann mit seinen Leuten fertig, dass endlich beides zusammen funktionierte. Wir hatten noch viele Grundber|hrungen bis wir endlich aus dem Kanal fuhren. Inzwischen wurde es stockdunkle Nacht und mit einer Taschenlampe sah man mit M|h und Not die Bojen. Endlich nach gelungener Aktion, d.h., nachdem wir wieder gen|gend Wasser unter dem Kiel hatten, klatschten und grvlten alle Dominikaner vor Freude und dachten nicht mehr an die Schleppleine. Unterdessen wickelte sich diese wieder einmal still und leise um den Propeller und weil wir eine Nylonleine dazu verwendeten, schweisste sich diese regelrecht um die Welle. F|r uns bedeutete dies dort auf 13 Meter Wassertiefe zu ankern, weil bei einem solchen Wellengang und Dunkelheit niemand mehr tauchen konnte. Es war die unruhigste Nacht, die wir je auf dem Schiff erlebt hatten. Daniel lag auf der Sitzbank mit dem Leesegel (ein spezielles Tuch, das man aufspannt, damit man nicht von der Bank fdllt, wenn es viel Wellengang hat) und ich lag wie in einem Schraubstock auf der Matratze am Boden im Zwischengang. An Deck musste man aufpassen, dass man nicht unfreiwillig |ber Bord ging, so sehr schaukelte das Schiff hin und her. Die Seekrankheit ging haarscharf an mir vorbei. Am andern Morgen erschienen drei Taucher und benvtigten |ber drei Stunden, um den Propeller zu befreien. Darauf hin mussten wir unsere Pldne dndern, und anstatt in der Marina von Punta Cana - es war |brigens eine sehr schvne Marina mit hervorragendem Restaurant, aber eigentlich f|r Motorboote gedacht mit niedrigerem Tiefgang, warum sagte das Manolo keinem? - segelten wir dann an einen Ankerplatz, 13 Seemeilen vor La Romana im S|den der Insel. Um 12.00 Uhr segelten wir los und brachten diese 60 Seemeilen bis zum Ankerplatz in 6 Stunden hinter uns. Wir galoppierten regelrecht durchs Wasser, was man von der R|ckfahrt allerdings nicht sagen kann, das war eher mit einem Kamelritt vergleichbar. F|r Segler: 25 bis 30 Knoten Wind, hohe Wellen und das stundenlang gegenan in der ber|chtigten Mona-Passage (Passage zwischen Puerto Rico und der Dom. Rep.) Auch das hat uns Manolo eingebrockt. Und die Moral von der Geschichte: Wir werden nie, aber auch nie mehr auf Aussagen diesbez|glich von Drittpersonen hvren, auch wenn es der Hafenmeister ist, der es eigentlich wissen sollte. In Morlaix (Bretagne) war es ebenfalls menschliche Fehlinformation vom Hafenmeister.

Aber eigentlich ist unser Abendteuer noch nicht zu Ende. Wir wussten, dass es keinen Marinaplatz gab f|r uns in La Romana. Nach Santo Domingo wdre es viel zu weit gewesen. Wo sollten wir hin auf dieser Insel. Wir wollten uns f|r eine Woche mit Nicole treffen und dazu sollte unser Schiff in einer sicheren Marina liegen. Also fuhr unsere Tochter mit ihrem Freund in die Marina, f|r sie auch 1 = Stunden Autofahrt, und siehe da, es hat geklappt. Sie hat dann gleich einen Aufpasser angeheuert und plvtzlich konnten wir bleiben solange wir wollten. Cdsal hiess der Mann, aber eigentlich ist es Cdsar, nur kvnnen viele Dominikaner das "r" nicht aussprechen. Er hat schon angefangen unser Schiff abzuspritzen, bevor wir richtig angelegt hatten. Auch die Zollbeamten von der Drogenfahndung standen bereits an der Peer. Diese zwei Gesellen wollten nicht im Cockpit bleiben, sie wollten unter Deck. Sie tranken Bier und verlangten Whisky, wir verteilten ein angemessenes Trinkgeld, weil das hier so erwartet wird und dann zottelten sie wieder ab. Als ndchster erschien der Mann von der Immigration, gleiches Verfahren wie oben, nur war der schlauer als die anderen, er verlangte US$ 10.--, reichte uns eine Quittung und sagte gleichzeitig, dass Daniel und ich auch je US$ 10.-kosten w|rden. Die Quittung lautete aber nur auf US$ 10.--. Nicole erzdhlte uns, der Mittelstand werde immer grvsser in diesem Land !!!!! Ferner erschien der Tierartz. Selbes Vorgehen. Und zum Schluss erschien nochmals ein Zvllner. Wir haben den Braten gerochen, denn er hat nicht gut gespielt. Es war ein Falscher. Er zog bald wieder ab und verlangte nur ein Bier f|r seinen Freund im Auto. Oft ist man sich selber der beste Freund...

Die Woche mit Nicole war herrlich. Im Mietauto fuhren wir nach Santo Domingo. Dort schmuggelten wir Gorky in einer Reisetasche ins Hotelzimmer. Immer abends und morgens, wdhrend zwei Tagen, konnte man Daniel mit der Reisetasche beobachten. Nur einmal im Lift hatte sich die Reisetasche auf dem Boden plvtzlich bewegt, was Daniel mit einem geschickten Ablenkungsmanvver tarnte. Es gelang uns auch, dass Gorky im Hotelzimmer nicht bellte bei jedem Gerdusch von aussen...so ein intelligenter Hund!

Auch sind wir in die Berge gefahren. Das Hotel lag direkt an einem k|hlen Fluss. Dort kostete eine Tasse Kaffee nur 80 Rappen. Anschliessend verbrachten wir vier Tage in Nicoles Hotel, es sind vier wunderschvne Hotelkomplexe mitten in gr|nen Parkanlagen und lassen keine W|nsche offen. Der Strand ist herrlich und 42 km lang. Die Insel ist eigentlich f|r den Charter-Resort-Tourismus eingerichten und nicht f|r den Einzelreisenden oder Segler. Solange wir mit Nicole reisten, war alles prima, sie spricht perfekt spanisch, ist blond und jung, das mvgen die Domis sehr. Auch ist sie schlagfertig und kennt mit der Zeit die Schliche der Dominikaner. Einmal wollte man ihr f|r die fehlende Radkappe am Mietauto CHF 250.-verrechnen. Dann erzdhlte sie denen, dass sie hier arbeite und sie sollen doch einem Touristen die Radkappe entfernen und verrechnen, worauf sie diese Idee gleich |bernahmen. So lduft dies hier. Nicole hat eine kleine, alte Vespa, und sehr oft einen platten Reifen. Der Mechaniker reparierte jedesmal strahlend diese Lvcher bis Nicole herausfand, dass der Mechano selber die Lvcher in den Pneu stach. Als Nicole wieder zur Arbeit musste und wir zwei alleine weiterzogen, hatten wir gleich zwei Mal am selben Tag platte Reifen!!!!! Auch Cdsal verlangte mehr Money f|r seine Arbeit als abgemacht. Er n|tzte unsere schlechten Sprachkenntnisse aus, nachdem Nicole nicht mehr hier war. Wir wurden allerdings vorgewarnt, dass dies passieren kvnnte. Scheint hier |blich zu sein. Mit der Mentalitdt kamen wir nicht so zurecht. Vor unserer Abfahrt schoben wir ihm noch einen Batzen zu und da meinte er, dass wir seine Freunde seien. Er war ja schon OK, passte gut auf unser Schiff auf und putzte es, und wir sind Yachties in einem Drittweltland, da denkt sich jeder so seine Sache. Es handelte sich nicht um eine Marina in gewohntem Stil. Dem Fels entlang war ein langer Holzsteg mit Elektrisch und Wasser, hduptsdchlich f|r Motorboote - 3 Segelschiffe befanden sich dort - aber ohne Duschen und WC. Das Clubhaus durfte nur von Clubmitgliedern ben|tzt werden, das Restaurant ebenso. Die sind sich nicht gewohnt, dass Gastsegler dorthin kommen. Der Kehricht liegt in diesem Land |brerall herum, |berall, |berall. Nur in den Resorts sieht man nichts von alledem. Dort ist es sauber und sicher bewacht. Gleich gegen|ber der Marina, also auf der anderen Seite des schmalen Flusses, befand sich das Gefdngnis und dort hingen die Leute an den Gittern und abends, wenn es dunkel wurde schrien die zum Fenster hinaus. Hauptsdchlich eine Frauenstimme war bedngstigend. Es befanden sich vorwiegend Drogens|nder bis zu 30 Jahren dort eingekerkert. Dies hat mir der Nachtwdchter erzdhlt. Bei uns gibt es das alles auch, aber nicht so in Griffndhe.

Und nun zum Gasofen. Die Zollbeamten hdndigten den DHL-Leuten den Gasofen nicht aus, weil sie keinen Zoll daf|r kassieren konnten und nicht glaubten, dass er f|r ein Schiff ist in Transit, also zollfrei. So mussten wir wohl oder |bel selber dort antreten. Mit Pass und Schiffspapieren, aber sie glaubten immer noch nichts oder wollten einfach nicht glauben. Auf der rechten Seite im Zollamt wurden alle, aber auch alle Postpakete aufgeschlitzt und dann wieder notd|rftig zugeklebt. Unglaublich. Muss man gesehen haben. Auf der anderen Seite sassen die Anzug-Kravatten-Fritzte. Die grossen Schaffer vom Amt, die Herrscher und Beherrscher. Sie sassen Sandwich essend, zur|ckgelehnt am Pult, oder drehten ihre Runden, schwatzten und umarmten andere Frauen, tranken Kaffee, es war ein stdndiges Hin und Her. Wir hockten mehr als drei Stunden auf einem unbequemen Stuhl und hatten viel Zeit zum Beobachten. Manchmal erhielt so ein Kravatten-Fritz ein Pdcklein direkt auf seinem Pult, das er dann persvnlich vffnete und wieder zur|ckgab, wir sahen ja zu, aber wir wurden keines Blickes gew|rdigt. Als sie sich dann endlich entschlossen, uns den Gasofen auszuhdndigen, musste ein Zollbeamte mit uns im Taxi mitfahren, um gleich an Ort und Stelle auf dem Schiff zu kontrollieren, ob dies alles koscher zuging. Hier traut, glaube ich, keiner keinem. Die wissen ja alle, wie die Sache lduft, auch wir. Der DHL-Mensch wollte von uns gleich noch 700 Pesos Mehreinnahmen kassieren f|r den R|cktransport des defekten Ofens. Nur hatten wir irrt|mlicherweise die R|cktransportpapiere in der Hand und wussten wieviel wir zu bezahlen hatten. 700 Pesos in die eigene Tasche sind Fr. 70.--, aber f|r die Dominikanische Republik viel Geld. Die beiden vorderen Sitze waren vom Taxifahrer und unserem Gasofen besetzt. Der sehr fette Zollbeamte drdngte sich also mit uns beiden auf den Hintersitz und zu alle dem verlangte dieser f|r die pervnlichen Unkosten 300 Pesos. Drei weitere Zollbeamte von La Romana erschienen zusdtzlich auf dem Boot und verlangten nochmals 300 Pesos, weil es ihr freier Nachmittag sei, aber sie kdmen dann am ndchsten Tag wieder. All das wegen dem Gasofen. Und weil wir nun endlich genug von diesem Peso-Getue hatten, sagte ihnen Daniel entweder heute die letzten Pesos oder dann erst alles morgen erledigen. Sie zogen die sofortigen Pesos vor und verschwanden definitiv. Es graute uns schon von der Einklariererei in Samana. Aber wider Erwarten, verlief hier alles normal. Die Beamten rieten uns netterweise, den Ausserbordmotor an Deck zu nehmen, die sind hier sehr begehrt. Die Dominikaner sind sehr liebensw|rdige und frvhliche Menschen. Was aber unbeaufsichtigt herumliegt und einem echten Bedarf entspricht wird oft geklaut (z.B. Aussenbordmotoren). Hier an der Nordk|ste der Dom. Rep. kommen doch etwas mehr Segelschiffe vorbei. Die Bucht ist auch sehr schvn. Wir liegen hier mit einem holldndischen Ehepaar und einer franzvsischen Familie. Beiden Schiffen sind wir dreimal auf Puerto Rico begegnet. (F|r Nichtsegler: Wir liegen..... ist ein typischer Seglerausdruck, wobei die Schiffe gemeint sind, hat nichts mit Gruppensex zu tun).Auf dieser Insel haben wir wahrhaft viel erlebt, auch mussten wir sehr oft lachen. In einem Restaurant bestellten wir zwei Desserts und f|nf wurden gebracht, drei verrechnet. Sechs Glas Wein verlangten wir ` je 1 dl. , neun wurden uns gebracht und sieben verrechnet, von den drei unbestellten, aber sehr guten Kaffees waren alle gratis. Die unbestellten Cigarillos wurden verrechnet, aber das Feuerzeug nicht. Auch noch Schlitzohren sind die Dominikaner. Es ist hier absolut normal, dass die Mdnner andere Frau anstarren bis zum geht nicht mehr. Die Frauen werden offen gefragt, ob sie einen Freund hdtten oder gar verheiratet seien, aber das stvre sie nicht, sie seien nicht eifers|chtig !!!!!!!!!! Um das alles zu erfahren, braucht man eine Tochter, die hier lebt. Es stimmt schon, andere Ldnder, andere Sitten.

Die Hdlfte dieses Berichtes habe ich buchstdblich zweimal geschrieben, weil mir der Text verreiste, ich habe zu wenig oft gespeichert! Drgerlich!

Wir fahren am Di, 14. Mdrz wieder los. Nach Inagua, erste Station auf den Bahamas, 300 Seemeilen an einem St|ck , wir rechnen mit ca. 46 Stunden.

Herzliche Gr|sse von der SOLONG

Daniel und Silvia Glur mit Bordhund Gorky